Gesangsausbildung mit Methode

Katrin Bernhardt gestaltet ihren Gesangsunterricht nach den Prinzipien der „Schwedisch-Italienischen Tradition”.

Die Prinzipien der Schwedisch-Italienischen Gesangstradition wurden erstmals von Alan Lindquest, einem Schüler von Manuel Garcia, Inge Börg-Iséne (eine Lehrerin von Kirsten Flagstad) und Joseph Hislop (der erste Lehrer von Jussi Björling)  systematisiert und zusammengestellt.

Der amerikanisch-schwedische Gesangspädagoge Alan Lindquest beschreibt deren Grundlage wie folgt:

„Auf der Grundlage von innerer Ruhe, Stille, Geduld und Vertrauen, angetrieben durch das Verlangen zu singen, ist die Ausbildung der Stimme die Entwicklung eines körperlichen Instrumentes, das zur richtigen Form und Funktion ausgebildet werden muss durch

das Gefühl für die richtige Haltung
das Gefühl für die richtigen Atemreflexe
das Gefühl der Entspannung im Schluckapparat
das Gefühl der offenen Resonatoren
das Gefühl für die richtigen Bewegungen des Artikulationsapparates.“ *

Neben der Arbeit an der Stimme selbst sollen natürlich immer auch die Freude am „Sich-Ausdrücken” und an der eigenen, ganz individuellen Stimmqualität im Vordergrund stehen.
Der Gesangpädagogin ist es ein großes Bedürfnis, in ihrem Unterricht eine Atmosphäre zu schaffen, die es einfach macht, sich mit größtmöglicher Freiheit und Freude der Weiterentwicklung der Stimme und der darstellerischen Fähigkeiten zu widmen. Der Blick auf die Persönlichkeit (-sentwicklung) und den Zugang zu jedem einzelnen Individuum schafft dabei das Herausbilden  jeder ganz unverwechselbaren Sängerpersönlichkeit und dem damit verbundenen unverwechselbaren Stimmklang.

* (National Association of Teachers of Singing, USA) vom Mai 1955.)